Zur Geschichte von Meilsen
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Eine Recherche von Michael Marquardt im Jahre 2003 |
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Meilsen gehört zu einer Gruppe von „Husen-Ortsnamen“
wie z.B. Sieversen, Tötensen, Emsen, Dibbersen, Dangersen etc. um den
Höhenrücken der Harburger Berge. Diese Orte liegen größtenteils auf
fruchtbarem Flottlehmböden und sind vermutlich bereits frühe Dorfgründungen,
die bereits in der Zeit um 800 bestanden haben (vgl. Förste, Richter). Im Anschluß findet der Zusammenschluß der beiden
kleinen Gemeinden Steinbeck und Meilsen am 23.Juni 1865 statt. Erster
Gemeindevorsteher ist der Vollhöfner Heinrich Aldag (Minkens, Nr.5) aus
Steinbeck. Der Stellvertreter ist Hans Christian Marquardt vom Vollhof Nr.1
in Meilsen. Zu diesem Zeitpunkt wird Meilsen dem Amte Moisburg zugehörig
erklärt. Prägend für das Heiratsverhalten war über Jahrhunderte
die Zugehörigkeit zur Hollenstedter Kirche. Seit Beginn der Kirchenbücher
ist diese Zugehörigkeit Meilsens nachgewiesen. Nachdem dann in Buchholz die
St. Paulus Kirche gebaut worden ist (1892), will man sich offensichtlich die
weiten Wege nach Hollenstedt ersparen und wechselt 1910 die Zugehörigkeit. 1687 erfolgt der Bau eines gemeinsamen Schulhauses mit
den „Vierdörfern“ Sprötze, Trelde, Kakenstorf und Drestedt in Trelde. Bis
1910 gehören die Meilser Kinder zu diesem Schulverband. 1910 wird dann die
erste gemeinsame Schule mit Steinbeck gebaut. Generalia (1748) Auflösung der Vogtey Emsen, im Nieders. Hauptstaatsarchiv in Hannover, Hann.74 Harburg Geschichts- und Museumsverein Buchholz und Umgebung
(1985): Steinbeck und Meilsen am Stuvenwald, Selbstverlag. Grieser, Rudolf (1942): Schatz- und Zinsverzeichnisse des 15.Jahrhunderts aus dem Fürstentum Lüneburg. In Historische Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens, Historischer Verein Niedersachsen.
Harburger Amtslagerbuch von 1667 Kirchenbücher Hollenstedt von 1639 - 1910 Marquardt, Wilhelm (1979): Chronik der Dörfer Bötersheim, Drestedt, Kakensdorf, Trelde. Marquardt, Wilhelm: Chronik Sprötze. Protokoll der Gründung der Gemeinde Steinbeck und Meilsen, (1865) im Stadtarchiv Buchholz
Richter, Klaus (1984): Grundzüge der geschichtlichen
Entwicklung des Buchholzer Raumes von der Harburger Kreiskalender 1984 Stuvenwaldsholting am 23. März 1512 In W. Meyne (1936): Die ehemalige Hausvogtei Moisburg. Verlag J. Vetterli, Buxtehude. Urkundenbuch der Familie von Heimbruch (1886). Herausgeber H. Grotefend. Frankfurt a. M. Urkundenbuch des Klosters St.Michaelis Lüneburg |
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