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Ein eigenes Wappen für Steinbeck und Meilsen
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Vor einigen Jahren wurde der
Wunsch geäußert, auch für
die Ortschaft Steinbeck und Meilsen ein eigenes Wappen zu kreieren. Damals ließ die NGO
(Niedersächsische Gemeinde Ordnung) dieses jedoch nicht
zu. Nur ehemalige Gemeinden, so wie die anderen Buchholzer Ortschaften, die
bereits über ein eigenes Wappen verfügten, durften dieses weiterhin
benutzen. Steinbeck und Meilsen haben
nie über ein eigenes Wappen
verfügt. Zwischenzeitlich lässt die NGO dieses wieder zu.
Bei einer interfraktionellen Zusammenkunft des Ortsrates
Steinbeck im Februar 2005 erschienen die bisher vorgelegten Entwürfe den
Ortsratsmitgliedern zu unübersichtlich. Daher wurden auf der Basis dieser
Entwürfe Überlegungen angestellt, das Wappen etwas einfacher zu gestalten.
Es bestand der Wunsch, in der linken unteren Hälfte auf das Hünengrab
in Steinbeck hinzuweisen. In der rechten oberen Hälfte sollten weiterhin
gekreuzte Windbretter als Zeichen für Gemeinschaft und Zusammenhalt mit nach
innen blickenden Pferdeköpfen eingefügt werden. Geteilt werden soll das
Wappen als verbindendes Element mit einem diagonal verlaufenden Wellenbalken, der den Steinbach (Beke) symbolisieren soll. Dieser soll das verbindende Element für die beiden
ehemaligen Dörfer Steinbeck und Meilsen sein.
Wappen müssen heraldisch einwandfrei sein. Daher wurde die Hamburger
Grafikerin Franka Spieth beauftragt, für Steinbeck und Meilsen ein modernes
Wappen zu entwickeln. Nachdem von ihr weitere Entwürfe vorgelegt worden
waren, hatte sich der Ortsrat Steinbeck einstimmig für das auf der ersten
Seite veröffentlichte ausgesprochen. Dieses Wappen entspricht nach Aussage
des Niedersächsischen Landesarchiv, Hauptstaatsarchiv Hannover auch den
heraldischen Regeln. Vermerkt wurde dort noch, dass bei einer Farbwahl das
Wellenband nur weiß oder gelb sein darf!

Für Interessierte werden nachfolgend noch einmal die damaligen Entwürfe
gezeigt.
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Hier nun
einige Entwürfe, die bereits in den 80er Jahren angefertigt wurden:
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Dieser Entwurf vom Buchholzer Grafiker Alexander
Gnirke. Er zeigt im oberen linken
Teil den Heiligen Ansgar, dessen Stift Ramelsloh jahrhundertelang Besitzer
von Steinbeck war. Oben rechts: das Wappen der von Weyhe in Bötersheim -
Grundherren der Steinbecker Bauern von 1476 bis 1889. Im unteren Feld des
Wappen-Entwurfs erinnert ein Hünengrab an die gemeinsame vorge-schichtliche
Vergangenheit der Orte Steinbeck und Meilsen, die 1867 zu einer Gemeinde
vereint wurden.
Dieser Entwurf ist sehr aufwendig und
wäre
daher nur schwer und somit nur sehr kosten-intensiv zu reproduzieren. |
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Diese Entwurf stammt vom Heraldiker Artur Conrad
Förste aus Moisburg. Dieser schlägt ein "redendes Wappen" vor. Ein silberner
Wellenbalken im blauen oder schwarzen Schild symbolisiert den Steinbach. Mit
fünf blauen Kugeln darin sollen die Steine dargestellt werden. |
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Sprechende
Wappen mit den Bausteinen Steine und Bach.
Entwürfe von Herrn Gerhard Martens, Kohlhof 7, 21244 Buchholz-Steinbeck |
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< Ein Entwurf vom März 2004.
Er stammt von Michael Marquardt aus Meilsen.
Er hatte in diesem Entwurf bereits Anregungen von bestehenden Entwürfen aufgenommen, es noch etwas erweitert und neu
strukturiert. Heraldisch ist es korrekt. Auch
in einer Verkleinerung ist es noch klar zu erkennen.
Es besitzt wenige
heraldische Farben etc.
Zur Zeit sind die Meinungen über diesen
Entwurf noch sehr geteilt. Die Diskussion um
ein eigenes Wappen für Steinbeck und Meilsen wurde hierdurch jedoch neu
belebt.
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Nachfolgend 3 Wappenentwürfe, die nach
Diskussion im Oktober 2004
auf Initiative von Michael Marquardt neu entstanden sind.
Beschreibung und Bedeutung für die Entwürfe 1
und 2:
Durch einen silbernen Wellenbalken geteilt; oben links ein Zahnrad, darüber
ein geflügelter Hut auf weißem Grund. Das Zahnrad als technisches
Symbol vereinigt mit den Attributen des Handels, hier dargestellt durch den
geflügelten Hut des Hermes (Gott des Handels).
Für den Ort Steinbeck steht das Hünengrab. Es soll einst das größte
im Landkreis Harburg gewesen sein. Das Hünengrab verdeutlicht den Ortsteil Steinbeck und
hält die Erinnerung an das einstmals in der Feldmark gelegene, jetzt nicht
mehr vorhandene Riesengrab wach. Zusammen mit dem Steinbach (Beke), ist der silberne Wellenbalken
in der Mitte das verbindende Element für beide Dörfer.
Der Bach entspringt in der Meilser Feldmark, durchläuft beide Orte und ist
zugleich Namensgeber für Steinbeck. Silber symbolisiert Klarheit und
verdeutlicht, dass ohne die Beke wahrscheinlich in früheren Zeiten keine
Besiedelung stattgefunden hätte.
In beiden Entwürfen wird
durch die zwei Giebelwindbretter
(reduziert dargestellt für je ein Bauerhaus) der Ortsteil Meilsen
dargestellt als Zeichen für die über
Jahrhunderte geltende Dorfstruktur = 2 Höfe.
Der Giebelschmuck ragt über den First hinaus aufwärts in den blauen Himmel.
Früher waren die giebelförmig gekreuzten Windbretter ein Schutz- und
Trutzsymbol für Haus und Heim und laufen im Gegensatz zu den Harburger und niederelbisch paarigen Schwänen im Bereich Nordheide durch einwärts
blickende Pferdeköpfe aus. Die gekreuzten Windbretter gelten auch als
Zeichen für Gemeinschaft und Zusammenhalt (Raiffeisen) und Bewahrung der
niedersächsischen Lebensart.
Zwei nebeneinander gesetzte Windbretterkreuze könnten auch als der
Grossbuchstabe M als Hinweis auf Meilsen gedeutet werden. |
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Entwurf 1
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Entwurf 2
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Entwurf 3 >
Alternative für das neue Steinbeck und Meilsen
mit seinen Gewerbegebieten. Die Krämer- bzw. die Kaufmannswaage soll
zusätzlich die Gewerbegebiete in Form von Handelszentren symbolisieren.
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